Patenprogramm

16Konzept des Patenprogramms

Initiatoren: Schulsozialarbeiterin Marike Tabor und Koordinator Karsten Bremke IntVK in Absprache mit der SL

Ausgangssituation: Aufnahme von geflüchteten jungen Erwachsenen zum 1.2.2016

Prämisse: Vertrauensbildung notwendig für Integration und Beziehungsaufbau um Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen.

Koordination

  • Besonderer Wert wird auf den ersten Tag gelegt: Willkommensaktionen von Seiten der SL, Koordinator, Klassenlehrer und Fachlehrern im Klassenraum sowie von Seiten des ASTA bzw. der Interessenten am Patenprojekt (Buffet, Teambuilding-Übungen)
  • Festlegung eines festen Termins für ein Sprach- und Lerncafe, der auch im Stundenplan des IntVK sowie des 1. Semesters verankert wird: fixer Treffpunkt für den Austausch zwischen Geflüchteten und Deutschsprachigen, inkl. Teilnahme der Initiatoren sowie jeweils 1-2 Fachlehrern
  • Des Weiteren: in regelmäßigen Abständen außerunterrichtliche bzw. außerschulische Aktivitäten des Patenprogramms, z.B. Bowling / Grillen / Kunsthalle Bielefeld / Picknick / Bauernhausmuseum Bielefeld / Minigolf, etc. zur Anbahnung von vertrauensvollen Beziehungen bzw. Freundschaften WP_20160211_11_30_08_Pro (440x248)

(Kriterien für Events: Erreichbarkeit / Bezahlbarkeit / Attraktivität / Anlass für Kommunikation / zeitliche Machbarkeit, Freiwilligkeit)

  • Entwicklung von Projektideen aus dem Patenprogramm, d.h. gemeinsame Arbeit an einem bedeutungsvollen Projekt (Videoclip, Theater, Musik, Fotos, Malen, Sport, etc.), wobei von einigen Teilnehmern die Motivation genannt wird, das Image der Geflüchteten in der deutschen Öffentlichkeit zu verbessern
  • Zusammenarbeit zwischen Patenprogramm und Kunst-/Sportkursen, Theater-AG, Musik-Workshops; anvisiert wird auch eine Kooperation mit einem außerschulischen Akteur (Kanal 21 aus Bielefeld)
  • Kooperation mit dem ASTA: Information über dessen Funktion, Leitung des ASTA bei der (erstmaligen) Wahl eines Kurssprechers, Wahl eines (kooptierten) IntVK-Vertreters für den ASTA, ASTA-Mitglieder sind z.T. auch Paten
  • Mitarbeit eines frühpensionierten Kollegen, der regelmäßig individuelle Betreuung der Geflüchteten anbietet

Pädagogische Rahmenbedingungen, Umsetzung und Anleitung der Paten

  • Schulsozialarbeiterin (Beziehungsaufbau zu allen Teilnehmern, psychosoziale und rechtliche Beratung, pädagogische Anleitung der Paten, non-formale Bildungsberatung, Projektentwicklung.
  • 1 Lehrkraft, besser noch Team/Pool von Lehrern
  • Beziehungsarbeit im außerschulischen Kontext, um Vertrauen aufzubauen und somit Entwicklungsräume zu schaffen.
  • Wertschätzung der Teilnehmer durch empathisches Verstehen und aktives Zuhören.
  • inner- und außerschulische Kooperationspartner (Kurse, AGs, Vereine, etc.)

Einfluss des Paatensystems auf den Einzelnen, im Hinblick auf die intrinsische Bildungsmotivation, aktive Teilhabe in der Gesellschaft und persönliche Entwicklung

  • Erfahrung von Selbstbestimmung
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Entwicklung von Bildungszielen und BildungsmotivationP1000297
  • Gelebte Akzeptanz fördert die Motivation zur Integration und zur aktiven Teilhabe in der Gesellschaft

Mögliche Perspektiven und Bedingungen des Patensystems in Hinblick auf eine konzeptionelle Weiterentwicklung:

  • außerschulische Partner für den Übergang der Teilnehmer in Studium bzw. Beruf
  • Transfer des Patensystems auf alle Teilnehmer der Vorkurse und der EF
  • Koordinator für Patensystem (mit Entlastung, Funktionsstelle)
  • halbe Sozialarbeiterstelle, PraktikantIn der Sozialen Arbeit

 

 

 

 

 

 

 


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