Exkursion der Lateinkurse nach Xanten

 

„Dagegen wird aber in den kalten Landstrichen die Feuchtigkeit von den heißen Strahlen nicht herausgesogen…“ (Vitr. 6,3)

So beschreibt der Autor Vitruv das Klima im für die Römer hohen Norden. Und so lässt sich auch das Wetter an diesem 10. Januar 2018 beschreiben, als sich die Lateinkurse des Westfalen-Kollegs auf den Weg in eine solch nördliche Provinz des ehemaligen römischen Reiches, in die Colonia Ulpia Traiana, das heutige Xanten, machten.

Dort tauchten die Studierenden in die Welt der antiken römischen Stadt ein, indem sie das Gelände des archäologischen Parks mit seinen Ausgrabungen und Rekonstruktionen zunächst in Kleingruppen und mit vorbereiteten Referaten selbst erkundeten. So stellten Sie sich gegenseitig die unterschiedlichen Gebäude, die Stadtmauer, die Wasserversorgung und die Anlage der Häuserblocks vor.                        

 

Dann ging es hinein ins Museum, wo zwei Führungen zu unterschiedlichen Aspekten der römischen Geschichte und Kultur zur Auswahl standen.

    

So erlebte eine Gruppe eine Zeitreise durch die Geschichte der Stadt und der Provinz, studierte Grabinschriften, probierte Soldatenuniformen und unternahm einen Rundgang durch die antiken Thermen. Die andere entdeckte in einer Führung zu Römern und Germanen, dass Feind- und Fremdbilder aus Unwissenheit oder Angst schon damals entstanden, wie Vorurteile (alle Germanen wurden mit einem Suebenknoten dargestellt) oder das Zitat des römischen Historikers Velleius Paterculus über die Germanen belegen: „Die Leute sind dort […] bei all ihrer Wildheit äußerst verschlagen, ein Volk von geborenen Lügnern.“

Anschließend blieb noch etwas Zeit, damit die Studierenden Museum und/oder Park weiter erkunden konnten, bevor nach einen abschließenden Erinnerungsfoto die Rückfahrt angetreten werden musste.


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