Kaffee, Kunst und Kennenlernen

Den Kennenlerntag des ersten Semesters Ende Februar nutzten wir,  die Klasse Ia, zunächst zu einem ausgiebigen Frühstück mit Kaffee und internationalen Spezialitäten, bei denen nur der Mettigel fehlte. Im Anschluss daran wanderten wir zur Kunsthalle, die einige von uns bereits kannten. Für andere war es eine ganz neue Erfahrung, sich der mal verwirrenden, mal faszienierenden und mal einfach nur schönen Welt der Kunst zu stellen. Die Führung einer anfangs etwas genervt wirkenden Kunsthistorikerin (DANKE an den Förderverein für die Übernahme der Kosten!) führte uns zunächst weit in die Vergangenheit, d.h. zum Werk der Bielefelder Künstlerin Else Lohmann, die einen traditionellen und naturalistischen Malstil pflegte. Ja, das könnte man sich vielleicht aufhängen. In den höheren Etagen der Kunsthalle wurde es dann rasch moderner, reduzierter, abstrakter: Wir waren in der aktuellen Hans-Hofmann-Ausstellung angekommen. Man könnte nun Bilder und Sujets näher beschreiben – nur, was würde das bringen? So unterschiedlich die ausgestellten Werke, so unterschiedlich die Reaktionen darauf. Da blieb die Studierende M. fasziniert vor einer irgendwie schief wirkenden mattschwarzen Fläche stehen, die so rätselhaft wie ein Schwarzes Loch im Weltraum wirkte, da ärgerte sich der Studierende S. über die abstrakte, gegenstandlos wirkende Malweise eines anderen Künstlers mit Bielefelder Hintergrund.Die Führung war jedenfalls anschaulich und gut.

Nachtrag des begleitenden Lehrers: Über Kunst kann man streiten – wie auch über alles andere. Der Kennenlerntag, der Studierenden informelle Gespräche und persönliches Kennenlernen jenseits von Klassenzimmer und Raucherecke ermöglichen soll, hat jedenfalls wieder bestens geklappt.


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