Philosophie jetzt: Können Maschinen moralisch sein?

Philosophie jetzt!

Maschinen und Moral? Wie passen diese beiden Elemente zusammen? Der Philosophie-Kurs des 5. Semesters besuchte am 9.01. die Ausstellung in Paderborn „Künstliche Intelligenz“. Hier konnten die Studierenden Erfahrungen mit Robotern wie Beppo, Pepper und AIbo sammeln oder auch „4 – Gewinnt“ gegen eine Künstliche Intelligenz spielen. Nostalgischen Charakter hatten aber auch andere, klassische Exponate des weltgrößten Computermuseums in Paderborn wie ein alter Sega oder das Spiel Pacman.

Der Vortrag von Catrin Misselhorn „Können Maschinen moralisch sein?“ hat die Exkursion abgerundet. Nicht nur der Mensch kann in Situationen geraten, in welchen er moralisch handeln muss, sondern auch Maschinen: angefangen vom Saugroboter, der kleinste Lebewesen wie Marinenkäfer oder Spinnen umkurven kann, bishin zum autonomen Fahren. Nicht nur typische gedankenexperimentelle Dilemmasituationen wie das sogenannte Trolley-Problem sind Indikator für Moral, sondern auch die Entscheidung, welche ein autonomes Fahrzeug treffen muss, falls es sich ggf. auf eine Menschenmenge zubewegt und selbst beim Ausweichen Schaden anrichtet. Klassische moralphilosophische Ansätze wie die Kantische Prinzipienethik oder der Utilitarismus dienen hierbei als Ausgangspunkt für eine Implementation von Moral.

Die Studierenden konnten dem Vortrag abgewinnen, dass eine Auseinanderansetzung mit dem Thema Ethik und Maschinen eine neue Perspektive eröffnet, die darin besteht, sich intensiv mit den Chancen (Pflegerobotik) und Gefahren künstlicher Intelligenz (autonomes Fahren)auseinanderzusetzen. Als problematisch wurde die Implementation von Moral angesehen, da die Moral der Maschinen nicht einem menschlichen Algorithmus folgen könne.

Insgesamt ein spannender Abend, der den Kern der Philosophie trifft: Vernünftig streiten!

Besten Dank an den Kurs 110

Sven

 


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